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Mittwoch, 4. Januar 2017

Digitalisierung im Detailhandel

Mit dem rasanten technischen Fortschritt öffnen sich für den Detailhandel zahlreiche neue Perspektiven. Internet und mobiles Einkaufen gewinnen immer stärker an Bedeutung. Die Digitalisierung nimmt Einzug und formt den Handel fundamental um. Kaum ein Händler ist heutzutage nicht im Internet präsent. Onlineshops boomen. Die digitale Entwicklung verändert den Detailhandel enorm und bringt damit auch den Einsatz modernster Technik mit.


Einer der jüngsten Trends ist der Einsatz von Gesichtserkennungssystemen. Das sieht dann in etwa so aus: Sie gehen wie gewohnt einkaufen und der Ihnen unbekannte Verkäufer spricht Sie plötzlich freundlich mit Ihrem Namen an. Doch wie ist das möglich? 

Das Erkennungssystem liefert die nötigen Informationen. Es durchsucht im Web Milliarden von öffentlichen Fotos und findet Sie damit relativ problemlos. Das hört sich zwar sie Science-Fiction an, ist aber technisch machbar und könnte bald Realität sein. Bereits heute werden in amerikanischen Supermärkten Sensoren eingesetzt, die fleissig demografische Infos sammeln. 



Was könnte uns in Zukunft erwarten?


Als Konsument fragt man sich zurecht: "Will ich das? Was kommt eigentlich auf mich zu?". Auf diese Weise werden die Kunden stets wiedererkannt, wenn sie in den Laden kommen. Auch ihr Kaufverhalten kann analysiert werden. Beispielsweise wird dann auf LED-Werbetafeln eine Empfehlung dazu eingeblendet, was sie das letzte Mal gekauft haben. 


Das ist personalisierte Werbung, die von unseren Gesichtern abhängt. Die Konsumenten haben keinerlei Einflussmöglichkeiten, denn es macht sich nicht gerade gut, vermummt in den Supermarkt zu gehen. Die Biometrie bietet dem Handel so unzählige Möglichkeiten. Die Industrie will näher am Menschen sein, ob sie wollen oder nicht. 

Donnerstag, 29. Dezember 2016

eHealth mit Migros - Die neue Gesundheitsplattform

Ankündigung per Neujahrsgruss: Der Migros-Konzernchef Herbert Bolliger wünscht den Kunden und Genossenschaftern im Migros Magazin ein gutes 2017 - und führt dabei an, dass Migros "in den nächsten Tagen die digitale Gesundheitsplattform Impuls" lanciert. 




iMpuls - Neues Digital-Angebot der Migros für Gesundheit und Fitness



Das neue Online-Angebot iMpuls vereinigt laut Herbert Bolliger die Themen Ernährung, Fitness, Sport und Wohlbefinden und soll die Konsumentinnen und Konsumenten "bei der Umsetzung Ihrer Aktivitäten für ein gesundes Leben unterstützen". Dieses eHealth-Angebot soll man künftig auch per App aufs Handy laden können. 


Die Migros sieht im Gesundheitsbereich ein Wachstumsfeld: der Konzernchef erwähnte in seinem Leitartikel im Migros Magazin erneut die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit in den Jahren 2015 und 2016. Inzwischen gehören 35 Gesundheitszentren zur Migros-Gruppe, die laut Bolliger "eine konsequente Ergänzung" zu den durch Migros betriebenen 92 Fitnesscentern und Fitnessparks in der Schweiz darstellen. 







Gibts bald auch Cumulus-Punkte für Fitness?


Ein Sprecher hatte im Februar 2016 nicht ausgeschlossen, "dass es dereinst einmal ein Anreizsystem für Gesundheitsangebote geben könnte". Jetzt ist klar: "Es gibt keine Änderungen beim Cumulus-Programm." Zusätzliche Punkte verdienen können wir also durch die neue Gesundheitsplattform nicht. Für besonders gesundheitsrelevante Produkte oder Dienstleistungen seien keine zusätzlichen Cumulus-Vorteile geplant. 



Megatrend Gesundheit




Für einen Detailhandelskonzern wie Migros macht der Aufbau einer solchen Plattform durchaus Sinn. Gesundheit stellt einen lukrativen Megatrend dar: Schweizerinnen und Schweizer geben jährlich über 70 Milliarden Franken für ihre Gesundheit aus. Von diesem Kuchen will sich die Migros jetzt anscheinend ein weiteres Stück abschneiden. 

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Handel im Wandel: E-Commerce - was ändert sich?

Menschen treiben seit Jahrtausenden Handel miteinander auf immer die gleiche Art und Weise: Ein Käufer und ein Verkäufer stehen sich persönlich gegenüber und tauschen Ware gegen Geld oder eine anderweitige Vergütung. Vertrauen ist bei bei diesem direkten Austausch nur von zweitrangiger Bedeutung, da im Regelfall vor Ort geprüft werden kann, ob das Tauschgut, welches man erhält, auch in Ordnung ist. Falls nicht, kommt es nicht zum Handelsgeschäft. 


Diese direkte Handelspraxis hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Käufer und Verkäufer stehen sich bei Geschäften immer seltener direkt gegenüber. Die Digitalisierung und Vernetzung aller Lebensbereiche ermöglicht das Einkaufen in tausenden von Shops weltweit, zu jeder Zeit, von überall. Dies führt zu neuen Herausforderungen. 


Vertrauen ist die Basis des Versandhandels. Der Käufer muss darauf vertrauen können, dass die gekaufte Ware auch tatsächlich bei ihm ankommt.  Das ist nicht überall auf der Welt selbstverständlich. E-Commerce ist in Ländern mit einer unterentwickelten Postaischen Infrastruktur praktisch noch bedeutungslos. Im Gegensatz dazu wird allein in Deutschland bereits ein Zehntel des Einzelhandels durch den Versandhandel abgedeckt. Das Einkaufsverhalten der Käufer ändert sich und damit auch deren Anspruch an Transparenz, Flexibilität und Einflussnahme. 


Stationärer Handel vs. E-Commerce


Was E-Commerce noch deutlicher vom stationären Handel unterscheidet, ist die sich wandelnde Rolle der Käufer. Sie werden als Konsumenten oder Verbraucher bezeichnet, als sei es ihre einzige Rolle, Handelswaren "wegzukonsumieren" und Platz für Neues zu schaffen. Mit vielerlei psychologischer Massnahmen von der Warenplatzierung bis zur richtigen Kaufhausmusik wurde über Jahre versucht, das sogenannte Konsumentenverhalten zu steuern. 


Heute im Informationszeitalter funktioniert das nicht mehr. Denn durch das Internet wird der Verbraucher wieder zum Kunden -  und zwar zu einem, der deutlich mehr weiss, deutlich mehr fordert und deutlich mehr Macht hat als früher. Im Internet hat der Kunde die vollständige Transparenz über alle Angebote und kann problemlos und jederzeit den Anbieter wechseln. Sein Urteil und seine Bewertungen werden plötzlich gesehen und beachtet. Diese Kundenanforderung an Transparenz, Flexibilität und auch Einflussnahme enden nicht mit der Warenbestellung, sondern gelten für die gesamte Bestellabwicklung umso mehr. Kein Kunde möchte sein Paket im Paketshop abholen oder freut sich über erfolglose Zustellversuche während er gar nicht da war, um das Paket entgegenzunehmen. 

Der Prozess "Klick zur Klingel", also vom Einkaufen im Internet bis zum Empfang der Sendung Zuhause ist daher für Paketzusteller der Wichtigste und muss fortlaufend für das Informationszeitalter optimiert werden. Was zählt, ist, was dem Käufer hilft. 


E-Commerce bei DHL


Die Deutsche Post betreibt mit ihrer Paketdienstleistung DHL in ganz Deutschland ein vollständig automatisiertes Annahme- und Zustellnetz rund um die Uhr. 





Auf der DHL-Plattform paket.de können Kunden sämtliche ein und ausgehenden Pakete managen, wodurch Bestellungen deutlich vereinfacht werden können. Die Kunden sehen auf der Plattform alle Pakete, die zu ihm unterwegs sind mit einer Vorhersage der voraussichtlichen Zustellzeit. Zusätzlich sind auch die Absender der Pakete ersichtlich, was bei vielen Bestellungen sehr nützlich ist. 
Das ist Transparenz.

Über paket.de lassen sich auch sämtliche Zustellpräferenzen definieren und einstellen. Für Zustellungen bei Abwesenheit kann beispielsweise ein sicherer Ablageort angegeben werden. Auch ein Nachbar kann definiert werden, welcher das Paket entgegennimmt. Zusätzlich kann die Option gewählt werden, einen allgemeinen Paketkasten in der Nähe des Kunden für die Zustellung zu nutzen.
Das ist Flexibilität


Schliesslich können Kunden mitten in das logistische System eingreifen und Pakete aktiv umleiten. Dabei lässt sich der Wunschtag bestimmen, an welchem das Paket zugestellt werden soll. 
Das ist Einflussnahme

Wichtig für einen Versanddienstleister wie DHL ist, dass die Kunden die Transparenz, Flexibilität und Einflussnahme, welche sie aus ihrem Internetalltag kennen, auch beim Paketversand erleben können. Denn nur dann funktioniert E-Commerce und nur dann kann das Leben der Kunden einfacher gemacht werden. 

Eine vernünftige Produktbeschreibung und ein guter Preis sind der Einstieg in den Onlinehandel. Aber eine perfekte Abwicklung über einen Versanddienstleister ist die Voraussetzung für Dauerhaften Erfolg im E-Commerce. 

Mittwoch, 30. November 2016

#foodporn: Die Selbstinszenierung durch Essen

"Sag mir, was du isst, und ich sag' dir, wer du bist"



Schon immer hatte Essen einen sehr hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Doch heutzutage beschäftigen uns die Fragen "Was essen wir? Wann essen wir? Und wo essen wir" mehr als je zuvor. Die neue Food-Bewegung findet immer öfter Online statt: Für viele gehört das Smartphone zum Essen wie Messer und Gabel. 




Essen als Symbol für die eigenen Werte


Fotos von Essen sind im Internet überall zu sehen. "Foodporn" ist eine Social-Media-Bewegung der Selbstinszenierung. Mit Essensfotos zeigt man, wie man wahrgenommen werden will und kommuniziert seine eigenen Werte und Vorlieben. Alleine auf Instagram sind unter dem Hashtag #foodporn beinahe 105 Millionen Bilder zu finden. Auch Hashtags wie #foodlove oder #foodorgasm werden gerne verwerndet. Allein die Auswahl dieser Wörter zeigt die emotionale Verbindung, welche Nutzer mit ihrem abgelichteten Essen aufbauen. Essen wird zum Ausdruck von Individualität, es wird zum Mittel der Kommunikation. Man verbindet sich auf diese Weise mit einer Community, die die eigenen Vorlieben teilt. Die gemeinsame Esstafel wird also durch eine App ersetzt, welche neu die Rolle des kommunikativen Miteinander übernimmt und so ein neues Gemeinschaftsgefühl schafft.


Online Essen in Bildern


Gemäss einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben in Deutschland 63% der Menschen schon mindestens einmal ihr Essen fotografiert. Nur 37% geben an, das noch nie gemacht zu haben. Wenig überraschend ist, dass vor allem die Jüngeren zu den fleissigen Essensfotografen gehören.


Laut dem Forschungsinstitut spielt das Geschlecht dabei übrigens kaum eine Rolle: Männer und Frauen geben beide zu gleichen Teilen an, ihr Essen mit einem Foto festgehalten zu haben - oder eben nicht.

Als liebstes Foto-Motiv ist dabei Selbstgekochtes - und das in allen Altersklassen. 55% aller selbsternannten Food-Fotografen haben schon einmal ein eigens zubereitetes Essen abgelichtet. 44% fotografierten ihr kunstvoll angerichtetes Essen in einem Restaurant oder einer Imbissbude. Auch Kulinarisches auf Reisen ist ein beliebtes Bild-Motiv, 32% zücken hier beim Essen das Smartphone für eine Aufnahme.



Essen als Selbstinszenierung


Doch weshalb stellen so viele Menschen etwas so Alltägliches wie Essen online? Gut die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer (54%) gibt an, dass die online Food-Posting vor allem der Selbstdarstellung dient. So essentiell wie das Essen für den menschlichen Körper ist, so essentiell ist es für einige Menschen, ihre Mahlzeiten und Ernährungsweisen mit anderen zu teilen. Der Hang zur übertriebenen Selbstinszenierung weckt jedoch auch das Interesse und die Inspiration von Werbeleuten. Im neuen aktuellen IKEA-Werbespot wird dieser Trend gehörig auf die Schippe genommen.


Bevor also beim nächsten Restaurantbesuch wieder das Smartphone gezückt wird, denkt daran:

It's a meal. Not a competition.

Dienstag, 27. September 2016

Wie gross ist Dein digitaler Fussabdruck?

Der gläsernde Nutzer: Ob Standort, Suchbegriffe, persönliche Gespräche auf Gmail, genutzte Geräte oder Browserverläufe - Google merkt sich so ziemlich alles, was wir im Netz machen. Sechs Links zeigen Dir, welchen digitalen Fussabdruck Du beim Surfen im Netz schon hinterlassen hast.


Überforderung der Nutzer

Das klare Ziel von Google: Personalisierte Werbung. Damit verdient der kalifornische Konzern den Grossteil seiner Einnahmen. Vielen Nutzern ist nicht bewusst, welche Daten über sie gespeichert werden. In diesem Zusammenhang wird auch vom "informationellen Kontrollverlust" gesprochen. Die folgenden sechs Links zeigen Dir, was Google bereits jetzt über Dich weiss.


Der Google-Check in 6 Links


1. So sieht Dich Google

Alter, Geschlecht, Interessen: Der Suchriese versucht, ein Grundprofil von jedem einzelnen Nutzer zu erstellen. Diese Daten werden genutzt, um personalisierte Werbung aufzuschalten. Hier siehst Du, wie Google Dich sieht.

2. Nach diesen Suchbegriffen hast Du gesucht

Google sichert jeden einzelnen Begriff, den Du in der Google-Suche eingegeben hast. Auch die zuletzt geklickte Google-Anzeige wird gespeichert. Du kannst Deinen Sucherlauf aber jederzeit löschen. Eine Übersicht über das Protokoll kannst du hier einsehen.

3. Diese Orte hast Du besucht

Wenn Du ein Android-Smartphone verwendest, sendest Du unbemerkt am laufenden Band Standort-Informationen an Google, sofern diese Einstellung nicht unterbunden wird. Bei der Installation von Google Maps oder Google Now muss zum Beispiel bestätigt werden, dass der Suchriese jeweils Deine aktuelle Position verwenden darf. Hier kannst Du Deinen gesamten Standortverlauf sehen und exportieren.

4. Diese Apps greifen auf Dein Google-Account zu

Auch eine Liste aller Anwendungen, welche Zugriff auf Deine Profildaten haben - beispielsweise Registrierungen die mit Deinem Google-Konto verknüpft wurden. Sämtliche Zugriffe kannst Du hier online einsehen und auch direkt widerrufen.

5. Mit diesen Geräten nutzt Du Google

Die kalifornische Suchmaschine will wissen, welche Geräte (Laptops, Smartphones, Tablets) Du zum Surfen nutzt. Aus diesem Grund werden auch diese Daten gespeichert. Das bringt allerdings auch Vorteile mit sich: Solltest Du befürchten, dass sich Unbefugte Zugriff zu Deinem Google-Konto verschafft haben, kannst Du hier die Zugriffe auf Dein Konto mitsamt Gerät, IP-Adresse und ungefährem Standort einsehen. 

6. Google-Takeout: Kopiere Deine persönlichen Google-Daten

Google lässt Dich alle persönlichen Daten von den Servern kopieren: Lesezeichen, E-Mails, Kontakte, Profilinformationen, eigene YouTube-Videos, Fotos und vieles mehr. Hier kannst du Deine gesamten Daten herunterladen.